23.01.2017

Deutschland: Solidarität mit inhaftierten Christen im Sudan

Pforzheim: Über 600 Unterschriften in zentralem Allianzgottesdienst gesammelt

Pforzheim (idea) – In Pforzheim haben beim Eröffnungsgottesdienst der Allianzgebetswoche – sie fand vom 15. bis 20. Januar und damit eine Woche später als die deutschlandweite Aktion statt – über 600 Besucher ein Zeichen der Solidarität mit vier Christen im Sudan gesetzt. Sie trugen sich in Unterschriftenlisten ein, mit denen der sudanesische Staatspräsident Umar Hassan Ahmad al-Bashi aufgefordert wird, die Pastoren Hassan Abdelrahim Kodi und Kuwa Shemaal, den vom Islam zum Christentum übergetretenen Menschenrechtler Abdelmoneim Abdelmoula sowie den tschechischen Missionar und Filmemacher Petr Jasek freizulassen. Die vier wurden als „Gefangene des Monats Dezember“ von der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) und der Evangelischen Nachrichtenagentur idea benannt. Jasek hatte versucht, einen Film über die Christenverfolgung im Sudan zu drehen.

Steinmeier und Kauder um Unterstützung gebeten

Die vier Inhaftierten müssen sich derzeit vor Gericht verantworten. Ihnen wird unter anderem Spionage, die Verbreitung falscher Nachrichten und Diffamierung des Staates vorgeworfen. Abschriften des Briefes erhalten Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) und der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder mit der Bitte um Unterstützung, wie der Vorsitzende der örtlichen Evangelischen Allianz, Reinhard Klein, der Evangelischen Nachrichtenagentur idea mitteilte. 

Zu dem Eröffnungsgottesdienst hatten alle 16 Gemeinden und Werke eingeladen, die in der dortigen Allianz organisiert sind. Dabei appellierte der Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen und Präses des Bundes Freier evangelischer Gemeinden, Ansgar Hörsting (Witten), an die rund 1.000 Besucher, klar und eindeutig den Glauben an Jesus Christus zu bekennen. Die Sozialdezernentin des Enzkreises, Katja Kreeb, rief unter anderem zum Gebet für Flüchtlinge auf.

Anmerkung Redaktion AKREF: Pastor Kuwa Shemaal wurde Anfang Januar entlassen, aber drei Inhaftierte sind noch in Lebensgefahr, weil ihnen die Todesstrafe droht. Siehe Artikel AKREF vom 3.1.2017