17.01.2017

Allianzgebetswoche: Junger Muslim bedankt sich bei Christen

Frühere thüringische Ministerpräsidentin: Christen helfen auf vielfältige Weise

Wuppertal (idea) – Christen sind als Kinder Gottes besonders dazu aufgerufen, Menschen in Not zu helfen. Das sagte die ehemalige thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) bei einer Podiumsdiskussion der Evangelischen Allianz Wuppertal im Stadtteil Ronsdorf am 13. Januar. Anlass war die Allianzgebetswoche. Jeder Mensch sei einzigartig und erhalte von Gott eine unantastbare Würde, so Lieberknecht. „Das gilt vom ungeborenen Leben im Mutterleib bis zum letzten Atemzug auf dem Sterbebett.“ Christen leisteten deshalb auf vielfältige Weise Hilfe in der Gesellschaft. Die Politikerin würdigte insbesondere Engagement vieler Christen für Flüchtlinge. „Kirchgemeinden sind feste Knotenpunkte in den Netzwerken der Flüchtlingshilfe und Orte für Integration. Viele Gemeindeglieder haben persönlich ihre Wohnungen und Häuser geöffnet und laden Flüchtlinge zu sich nach Hause ein.“ Zustimmung erhielt Lieberknecht von einem jungen syrischen Muslim, der ebenfalls an dem Podiumsgespräch teilnahm. Der 26-Jährige, der 2015 als Flüchtling nach Wuppertal kam, bedankte sich für die Hilfe und Gastfreundschaft, die er von evangelischen Christen erfahren habe.

Düsseldorf: Oberbürgermeister dankt den Kirchen

Die Hilfe der Kirchen für Flüchtlinge sei praktizierte Nächstenliebe, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) bei der Allianzgebetswoche in Düsseldorf. Der Politiker nahm an dem Eröffnungsgottesdienst in den Räumen der Evangelischen Stadtmission teil. Christen wüssten, dass Jesus die Welt erlöst habe und alle Menschen Gottes Kinder seien, äußerte er in seinem Grußwort.

Köln: Verein eröffnet Gebetshaus

In Köln kamen im Rahmen der Allianzgebetswoche 150 Besucher zur Eröffnung des Gebetshauses Köln in die Räume der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Köln Süd. Die Initiative sei im Frühjahr 2016 als kleiner Gebetskreis gestartet und schnell gewachsen, berichtete Mitgründerin Susanne Gottschlich (Köln) idea. Die Mitglieder gehörten zu verschiedenen Gemeinden der Evangelischen Allianz.  

Im Dezember wurde der Verein „Gebetshaus Köln“ gegründet. Er ist mit seinen jeweils donnerstags stattfindenden Gebetsabenden vorerst Untermieter der freikirchlichen Gemeinde. Die gemeinsame Vision der Mitglieder sei „ein Gebetshaus in Köln, in dem ununterbrochen – 24 Stunden am Tag, 7 Tage in der Woche – Lobpreis und Gebet stattfinden“, so Gottschlich.

Oberhausen: Christliches Rap-Konzert

In Oberhausen veranstaltete die örtliche Evangelische Allianz ein Gospel Rap Konzert. Zu der Veranstaltung kamen 250 meist jugendliche Besucher. In der Apostelkirche traten die Künstler Kevin Neumann, Davee, Capo di Capi, Word und Fil_da_elephant auf, die rhythmusbetonten Sprechgesang mit christlichen Texten darboten.

Siegen: Zusammenarbeit mit der „Siegener Zeitung“

In Siegen konnte die Evangelische Allianz die Redaktion der örtlichen „Siegener Zeitung“ erstmals überzeugen, die 60 Treffen der Gebetswoche täglich in einer eigenen Terminübersicht anzukündigen. Das sei von den Veranstaltern positiv aufgenommen worden, berichtete der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Siegen, Major Alfred Preuß von der Heilsarmee Siegen, gegenüber idea. Unklar sei aber noch, wie es sich auf die Besucherzahlen der Veranstaltung ausgewirkt habe.