Ruth - In der Fremde Heimat finden

Dienstag, 16. Januar 2018

„Wo du hingehst, da will ich auch hingehen und wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott“. 

Ruth 1, 16, Schlachter; es empfiehlt sich, das gesamte Kapitel 1 zu lesen

Impuls

Welch eine Geschichte! Ruth ist am Tiefpunkt ihres Lebens angekommen. Ihr Mann ist gestorben, sie eine junge Witwe und blickt somit auf ein Leben ohne Hoffnung und Perspektive. Was sollte sie anfangen, wohin sich wenden? Und als ihre Schwiegermutter Naomi zurück in ihre Heimat Israel will, ist sie völlig allein.

Aber gerade da handelt der lebendige Gott, greift ein, greift hinunter in Ruths Leben. Und Er gibt ihr eine neue Sicht. Das Zeugnis der Schwiegermutter, deren Vertrauen zum lebendigen Gott, hilft Ruth. Aus „deinem Gott“ der Naomi wird „mein Gott“ für Ruth. Und wo der lebendige Gott der persönliche Gott wird, dort öffnen sich neue Wege und Perspektiven. Ruth vertraut ihr Leben dem lebendigen Gott an und geht den Glaubensweg mit ihrer Schwiegermutter zusammen von Moab nach Israel. Bei diesem Gott findet sie Ruhe und Frieden und dann auch eine neue Heimat, Glück und Erfüllung ihres Lebens. Ruth wird selbst zum Segen für die nachfolgenden Generationen.

Auch jeder von uns kann in schwierige Situationen geraten, in Not, Hilf- und Ausweglosigkeit, ohne Hoffnung und Perspektive sein. Und doch steht über uns der lebendige Gott, der in Jesus Christus gegenwärtig ist und dem wir vertrauensvoll folgen dürfen. „Ich bin bei Dir und bei Euch“, so sagt Er es uns zu. Er benutzt das Glaubenszeugnis anderer Menschen und führt uns durch sie auf den Weg des Vertrauens. Und dann darf das Glaubenszeugnis anderer zum eigenen werden. Dein Gott ist jetzt auch mein Gott.

Und wenn uns der Herr in eine völlig neue Umgebung stellt, eine neue Platzanweisung für unser Leben gibt, dann erscheint uns das zunächst vielleicht als ein fremdes Land. Aber wir dürfen immer darauf vertrauen, dass Er einen guten Weg und einen guten Platz für uns hat. Wir erinnern uns an die ersten Christen. Sie wurden verfolgt und aus Jerusalem vertrieben, aber sie durften zum Segen für viele Menschen in ihrer „neuen Heimat“ werden.

Vielleicht leben neben uns Menschen, die aufgrund von Not und Hoffnungslosigkeit aus ihrer alten Heimat aufgebrochen sind und eine neue Heimat suchen. Helfen wir ihnen durch unser Glaubenszeugnis, Vertrauen zum lebendigen Gott in Jesus Christus zu fassen und in Ihm eine neue Heimat und eine neue Perspektive zu finden. Unsere Heimat auf dieser Erde ist immer Zweitwohnsitz und vorläufig, wenn wir das vielleicht auch nicht so sehen und stark in unserer irdischen Heimat verwurzelt sind.

Unser Bürgerrecht und unsere Heimat sind im Himmel, in der Ewigkeit bei unserem Herrn Jesus Christus. Deshalb können wir getrost an seiner Hand und mit ihm durch diese Welt gehen. Wir sind darüber gewiss: Er ist schon längst unterwegs und bereitet einen Weg und einen Platz zu, eine neue Heimat – eine vorläufige in dieser Welt und eine endgültige in der Ewigkeit. Im Johannes-Evangelium, Kapitel 14 sagt der Herr Jesus, dass er hingeht und eine Wohnung für uns bereitet und wir dort bei ihm sein werden, wo Er ist. Eine herrliche Zukunft und Perspektive.

Das glauben wir, darauf gehen wir zu, das ist unser Ziel, unsere endgültige und ewige Heimat.

Horst Weippert, Gärtringen

  • Zum Danken 

    • Danke, Herr, für alle Brüder und Schwestern, die durch ihr Zeugnis das Leben anderer Menschen verändert haben, die deine Hände, Füße, Stimme waren, ein Segen für diejenigen, die dich kennen und diejenigen, die dich nicht kennen.
    • Danke, dass du dir meine Kämpfe zu eigen machst und auf dein Herz nimmst.
    • Danke, dass du uns wieder herstellst und zu dem machst, wie du uns ursprünglich gedacht hast.
    • Danke, dass du uns auch in schwierigen Situationen wieder neue Perspektiven gibst.

    Buße und Beugung

    • Vergib uns, wo wir anderen unser Jesuszeugnis schuldig geblieben sind und wir nicht ein Stück des Wegs mit ihnen gegangen sind.
    • Vergib, wo wir dir in schwierigen Situationen nicht vertraut haben.
    • Vergib, wo wir die ewige Heimat bei dir nicht im Blick haben.

    Beten und Bitten

    • Leite unser Zeugnis, dass wir andere auf dich, den Christus, hinweisen können.
    • Schenke uns die Bereitschaft und das Vertrauen, dir zu folgen, weil du einen guten Plan für unser Leben hast.
    • Schenke uns, dass wir dir mehr vertrauen als der Meinung von Menschen und uns die Einflüsse unserer Umgebung nicht von dir ablenken.
    • Dass du meine Unmöglichkeiten und Sackgassen siehst und wendest.
    • Dass Menschen wie Ruth in ihrer neuen „Heimat“ in deinem Namen und unter deinem Segen leben und Frieden finden können.
    • Dass Menschen auch und gerade die ewige Heimat vor Augen haben.

  • Jemanden berichten lassen, wie und warum er seine alte Heimat verlassen hat und wie er hier eine neue Heimat gefunden hat. 

    • Es geht ohne Gott in die Dunkelheit, aber mit ihm gehen wir ins Licht (Ich will dir danken 230)
    • Weiß ich den Weg auch nicht, du weißt ihn wohl (Ich will dir danken 392)
    • Vertraut den neuen Wegen (EKG 395)

Spendenprojekte des Tages

Gesellschaftspolitische Arbeit

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