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Impulse für jeden Tag

Abraham - Glaube setzt in Bewegung

Sonntag, 14. Januar 2018

Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Vaterland und von deiner Verwandtschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen will. Und ich will dich zum großen Volk machen und will dich segnen und dir einen großen Namen machen, und du sollst ein Segen sein. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden. 

1. Mose 12,1-3

Impuls

Wer die Geschichte Abrahams liest, fragt sich unwillkürlich: Warum verlässt jemand seine Heimat, und begibt sich auf eine Reise, deren Ziel er noch nicht kennt? Die Antwort ist weder Not noch Abenteuerlust. Der Gott der Herrlichkeit erscheint Abraham (Apg 7,2) – und nichts ist, wie es bisher war. Abraham sieht die Welt mit anderen Augen, nimmt Gottes An- und Zuspruch (1Mo 12,1-3) ernst und lässt sich darauf ein. Abraham glaubt!

Glaube beginnt mit einer Begegnung mit Gott

Am Anfang steht Gott. Er sprach – es wurde. Er spricht – Glaube entsteht. Die Grundlage ist weder meine Vorstellung von Gott, eine menschliche Handlung, noch das Rezitieren theologischer Richtigkeiten.

Glaube lässt die vertrauten Sicherheiten zurück

„Abraham, verlasse deine Heimat und Familie. Das, was dir Sicherheit und Identität gibt, wo du dich wohlfühlst und willkommen bist. Ohne das Alte zu verlassen, kannst du mich und meine Zusagen nicht erleben.“ Und Abraham geht!

Glaube setzt das Vertrauen allein auf Gott

Abrahams Leben beweist seinen Glauben. Jesu Jünger (Joh 2,22) glaubten Jesus und luden zu ihm ein. Unser Leben – nicht allein, was wir sagen – offenbart, worauf wir unser Vertrauen setzen. Wieso lade ich hingegen so oft in meine Gemeinde und deren Veranstaltungen ein, kämpfe für meine theologische Position und versäume es, auf Jesus hinzuweisen?

Glaube erwartet Gottes neue Welt und handelt

Gottes Verheißung reichte Abraham aus, sich nicht häuslich in Kanaan einzurichten. Wie umfassend hat sich Gott seither in Jesus offenbart. Er hat Sünde, Tod und Teufel besiegt, ist mit seinem Geist in seinem Volk gegenwärtig. Weil wir uns Gottes Vollendung gewiss sind, rechnen wir mit ihm in der Gegenwart. Und machen uns auf zu den Menschen, bringen ihnen Gott und sein Evangelium, mit Wort und Tat.

Rudolf Borchert, Evangelische Allianz Österreich

  • Wir danken

    • Danke Vater im Himmel, dass du dich Abraham offenbart hast, der dir glaubte, sein Leben auf dich baute und wir heute durch ihn gesegnet sind.
    • Danke Jesus für dein Menschwerden, dein Sterben am Kreuz und dein Auferstehen, deinen Sieg über Sünde, Tod und Teufel, das Evangelium deiner Herrschaft und unserer Errettung.
    • Danke, dass du uns den Gott der Herrlichkeit, den Gott Abrahams, zum Vater im Himmel gemacht hast, wir als seine Kinder und sein Volk zu ihm gehören dürfen.
    • Danke für deine Gegenwart durch deinen Geist in unserem Leben und der Gemeinde, für seine Gaben und die Frucht, die er in uns bewirkt.
    • Danke für deine unseren Verstand übersteigende Liebe zu uns, mit der du uns bis an dein Ziel bringst.
    • Danke Vater, dass dein Reich kommt und wir uns auf die Vollendung deines Heils, dein Wohnen in der Mitte deiner Kinder, freuen dürfen.

    Wir bekennen

    • Wir bekennen, oft überzeugt von dir und über dich zu reden, aber in der Tiefe unseres Herzens auf unsere Frömmigkeit, unsere Gemeindeaktivitäten und die Richtigkeit unserer Theologie zu bauen.
    • Wir bekennen, dass wir mit der Konzentration auf unser eigenes Wohlergehen dich und dein Heil geringschätzen und missachten. 

    Wir bitten

    • Vater im Himmel, dein Name werde geheiligt, dein Reich komme und dein Wille geschehe, auch in und durch unser Leben.
    • Vater, lass uns das unbeschreibliche Ausmaß deiner Liebe zu uns und die Fülle deines Lebens für uns erkennen.
    • Jesus, lass uns das Festhalten an eigenen Sicherheiten er- und bekennen, umkehren und dir von Herzen nachfolgen.
    • Glaube setzt in Bewegung und lässt vertraute Sicherheiten zurück: Während eines Gebetstreffens suchen wir einen „fremden Ort“ auf, möglichst zu zweit oder mit mehreren und beten für diesen Ort und die Menschen dort, z